| Geschichte |
Wie alles begann: Die GründungsgeschichteDer „Ballspielverein Borussia Dortmund“ wurde am 19. Dezember 1909 von Mitgliedern des katholischen Jünglingsvereins der Dreifaltigkeitsgemeinde in der Dortmunder Nordstadt gegründet. Man wollte damit gegen die ablehnende Haltung Der Zusatz "Borussia" im Vereinsnamen wurde gewählt, da es sich um den Namen des Viele der 18 Vereinsgründer sollten das zehnjährige Jubiläum des BVB nicht mehr erleben - sie starben im 1. Weltkrieg an der Front. Im Dezember 1910 wurde Borussia Dortmund in den Westdeutschen Spiel-Verband (WSV) aufgenommen. Erst im Jahre 1911 wurde der Verein zum offiziellen Spielbetrieb in der untersten Liga (C-Klasse) zugelassen. Frühe ErfolgeNachdem der BVB sofort den ersten Platz in der C-Klasse belegte und diesen Erfolg nach zwei weiteren Jahren in der B-Klasse wiederholte, spielte man zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der damals höchsten Spielklasse, der A-Klasse. Da wegen des 1. Weltkrieges die Saison 1914/15 abgebrochen werden musste, konnte die Borussia ihre Erfolge nicht weiterführen. Erst in der Saison 1918/19 spielte Borussia Dortmund wieder in der obersten Klasse mit. Man trug sich 1919 in das Vereinsregister ein. Da 1919/20 die neue oberste Klasse, die Bezirksklasse, eingeführt wurde, spielte man nun nur noch zweitklassig.
Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde in den 30er Jahren als oberste Spielklasse die so genannte Gauliga eingeführt. Auch wenn es schreckliche Zeiten für die Menschen waren, sportlich hatte der BVB eine erfolgreiche Zeit. In der Saison 1935/36 stieg man in die Gauliga Westfalen auf. Borussia Dortmund entwickelte sich zu einer der besten Fußballmannschaften Deutschlands, was besonders durch den ersten Nationalspieler der Borussen, August Lenz, möglich wurde.
Der Gewinn der Vizemeisterschaft 1942 läutete ein sportlich relativ erfolgreiches Jahrzehnt für Borussia Dortmund ein, das allerdings vom 2. Weltkrieg und der Diktatur des 3. Reich weiterhin überschattet wurde. Die Dortmunder Nordstadt war eine Hochburg der Antifaschisten in Dortmund. Dies fand auch seinen Wiederhall in dem tief in diesem Viertel verwurzelten BVB. So waren eine Reihe aktiver Vereinsmitglieder im Widerstand gegen die Nationalsozialisten tätig, was sie mit ihrem Tod bezahlen mussten. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau des Vereins. Zunächst musster der BVB eine Wiederzulassung erwirken. Doch bereits im August 1945 wurde auf der Roten Erde wieder Fußball gespielt. Einer der wichtigsten Erfolge für Borussia Dortmund in den 40er Jahren war der Gewinn der Westfalenmeisterschaft 1947 gegen den Erzrivalen eines Herner Vorortes. Aber auch die Meisterschaften in den Saisons 1947/48 und 1948/49 in der neuen Oberliga West waren wichtige Ereignisse in der Vereinsgeschichte. Im Jahre 1949 stand der BVB erstmals im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, das jedoch verloren wurde. Nachdem man sich 1949/50 zum dritten Mal in Folge die Westfalenmeisterschaft gesichert hatte, verlor die Borussia im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft erneut. Der Erfolg der 40er Jahre setzte sich aber in den 50er Jahren fort. In der Saison 1952/53 gelang der Gewinn der vierten Westfalenmeisterschaft. Auch die Saison 1955/56 verlief erfolgreich. Man gewann die fünfte Westfalenmeisterschaft, auf die der erneute Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft folgte. Der BVB wurde zum ersten Mal Deutscher Meister. Im Jahr 1957 verteidigte Borussia Dortmund mit der gleichen Aufstellung wie im Vorjahr die Deutsche Meisterschaft, nachdem man sich die bis dato sechste Westmeisterschaft gesichert hatte. 1960/61 verlor man das Finale um die Deutsche Meisterschaft. Im letzten Jahr vor der Einführung der Bundesliga, 1963, gewann der BVB zum dritten Mal die Deutsche Meisterschaft. Den DFB-Pokal konnte man trotz des erstmaligen Erreichens des Finales nicht gewinnen. Nachdem der Start der neuen Bundesliga in der Saison 1963/64 erfolgte, zu deren Gründungsmitgliedern natürlich der amtierende Deutsche Meister Borussia Dortmund zählte, gehörte der Verein zu den Favoriten auf den Titel. Man beendete die Saison mit dem 4. Platz. Im Europapokal der Landesmeister gelangte der BVB bis ins Halbfinale. Nachdem der BVB 1965 zum zweiten Mal das Finale des DFB-Pokals erreichte, gewann man dieses endlich. Auch im Europapokal der Pokalsieger schaffte es der BVB 1966 bis ins Finale. Hier traf man auf den Favoriten FC Liverpool, den man mit 2:1 (nach Verlängerung) besiegte, und holte damit als erste deutsche Mannschaft einen europäischen Pokal. In der Bundesliga wurde man trotz Doppelbelastung Vizemeister. 1970 - 1980: Abstieg, neues Stadion, WiederaufstiegDas Ende des Jahrzehnts bedeutete für Borussia Dortmund auch das Ende der Bundesligazugehörigkeit. Da Stillstand in der Mannschaft herrschte, stieg man 1972, 36 Jahre nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse, in die Regionalliga West ab.
1980 - 1990: Schulden, Talfahrt, PokalsiegerIn den 80er Jahren konnte der BVB nicht an die Erfolge der letzten Jahrzehnte anknüpfen. Der Verein verschuldete sich mit über 8 Millionen DM. In folge dessen ernannte das Amtsgericht Dortmund am 23. Oktober 1984 einen Notvorstand. Präsident wurde Dr. Reinhard Rauball. Als Vizepräsident wurde ihm Dr. Gerd Niebaum zur Seite gestellt, der 1986 das Amt des Präsidenten übernahm. Sportlich blieb es bei der Talfahrt. 1984/85 konnte man sich noch auf den 14. Platz retten. In der darauf folgenden Saison ging es jedoch in die Relegation und konnte so „im letzten Augenblick“ einen zweiten Abstieg aus der Bundesliga nach 1972 verhindern. Ende der 80er Jahre lief es wieder erfolgreicher. In der Saison 1986/87 erreichte man Platz 4 und somit die Teilnahme am UEFA-Pokal. Im DFB-Pokal kam man 1989 bis ins Finale und besiegte Werder Bremen mit 4:1. Der erste Titel seit 23 Jahren und gleichzeitig der zweite DFB-Pokal-Sieg für den BVB war perfekt. Mehr als 40.000 BVB-Fans begleiteten ihre Borussia nach Berlin ins Olympiastadion - noch nie zuvor wurde ein Deutscher Fußball-Verein bei einem Pokalfinale von derart vielen Fans unterstützt. 1990 - 2000: Hitzfeld, der MeistermacherNach den mageren 80er Jahren waren die 90er Jahre für den BVB wieder ein sehr erfolgreiches Jahrzehnt, welches aber neben seinen Höhen auch Tiefen besaß. 1991 wurde der bis dahin noch unbekannte Trainer Ottmar Hitzfeld verpflichtet, was sich als echter Glücksgriff für die Borussia herausstellen sollte. Schon in seiner ersten Saison 1991/92 war man dem Erfolg sehr nah, der Meistertitel wurde erst am letzten Spieltag verspielt. Im UEFA-Pokal kam man auch so weit wie lange nicht mehr. 1993 erreichte Borussia Dortmund das Finale; unterlag aber dem Favoriten Juventus Turin. 1995 hieß der Deutsche Meister dann endlich wieder BVB. Nach Polizeiangaben feierten mehr als 500.000 BVB-Fans den Deutschen Meister. Noch nie zuvor und nie wieder danach wurde ein Deutscher Fußball-Verein von so vielen Menschen gefeiert. In der nachfolgenden Saison 1995/96 behielt Borussia Dortmund abermals die Oberhand und holte sich die bis dahin fünfte Meisterschale. Auch auf europäischer Bühne waren die Borussen siegessicher. 1997 erreichte man das Finale der Champions League. Im Spiel gegen Juventus Turin konnte man sich durch ein 3:1 die begehrte Trophäe sichern. Am Rande gewann man gleich noch den Weltpokal im selben Jahr gegen Cruzeiro Belo Horizonte mit 2:0. Nach den großen Erfolgen kam aber der Umbruch. Der langjährige Trainer Ottmar Hitzfeld verließ den Verein, das Stadion wurde weiter ausgebaut und auch der Kader veränderte sich. Die Saison 1999/2000 war der unrühmliche Tiefpunkt der Talfahrt und nur knapp konnte sich der BVB vor einem Abstieg bewahren. ab 2000: Börsengang, Meisterschaft, wirtschaftl. Krise
Von 2000 bis 2004 war der frühere Erfolgsspieler Matthias Sammer Cheftrainer. Ein großer Teil der Einnahmen aus dem Börsengang wurde in die Aufrüstung der Mannschaft gesteckt (Tomas Rosicky, Jan Koller, Marcio Amoroso und Ewerthon). 2002 wurde Borussia Dortmund überraschend zum sechsten Mal Deutscher Meister vor Bayer Leverkusen, das an den letzten drei Spieltagen noch eine Fünf-Punkte- Führung verspielte. In derselben Saison erreichte der BVB das UEFA-Pokal-Finale, wo man Feyenoord Rotterdam knapp mit 2:3 unterlag. In der Saison 2002/03 schied der BVB bereits in der Champions League- Zwischenrunde aus. Ein Jahr später scheiterte der Verein schon in der Champions- League-Qualifikation und erreichte damit "nur" den UEFA-Pokal, aus dem man aber auch bereits in der 2. Runde ausschied. In der Saison 2003/04 versäumte der Verein sogar eine Qualifikation für den UEFA-Pokal. Durch diese Misserfolge litt der Verein unter erheblichen finanziellen Lasten. Allein im Geschäftsjahr 2003/04 erwirtschaftete die KGaA ein Minus von über 60 Millionen Euro, der Schuldenstand erhöhte sich auf über 118 Millionen Euro, so dass der Fortbestand des Vereins ernsthaft gefährdet war.
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der Kirche gegenüber dem Fußballspiel rebellieren. Die Vereinsgründung erfolgte spontan, da ein Vikar der Dreifaltigkeitsgemeinde einen Gottesdienst am Sonntag Nachmittag, dem eigentlichen Fußball-Spieltag, ansetzte. Diese Provokation für alle Fußballspieler und ihre Besucher sorgte für den spontanen Beschluss, einen eigenen und von der Kirche unabhängigen Verein zu gründen. So wurde am 4. Advent 1909 in einem Nebenraum der Gaststätte "Zum Wildschütz" am Borsigplatz der BVB 09 gegründet.
im "Wildschütz" ausgeschenkten Bieres der "Borussia-Brauerei" handelte, die unweit des Borsigplatzes ihren Sitz hatte. Somit erhielt der Verein also den Namen des "Lieblingsbiers" der Gründer und ist nicht etwa als bewusster Ausdruck eines Nationalstolzes zu verstehen, wie es vielfach nachzulesen ist („Borussia“ als die lateinische Bezeichnung für Preussen).
1924 wurde die Weiße Wiese, der damalige Austragungsort der Fußballspiele, ausgebaut. Im Jahr 1926 gewann der BVB die Vizemeisterschaft in der 2. Bezirksklasse und stieg damit erneut in die höchste Spielklasse auf. Man konnte sich jedoch nicht lange dort halten und musste wieder zurück in die Zweitklassigkeit.
Für den Bau des Hoeschparks durch den Reichsarbeitsdienst wurde dem BVB sein Stadion Weiße Wiese und das dazugehörige Vereinsgelände von den Nationalsozialisten entschädigungslos enteignet. Daher musste der Verein im Jahr 1937 in das Stadion Rote Erde umziehen. Im Tschammerpokal, dem Vorläufer des DFB-Pokals, erreichte man 1937 das Viertelfinale.
Am 28. November 1999 beschloss die Mitgliederversammlung die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Als erster Fußballbundesligist ging Borussia Dortmund am 31. Oktober 2000 an die Börse. Der Ausgabekurs der BVB-Aktie lag seinerzeit bei 11 Euro. Man platzierte 13,5 Millionen Aktien an der Börse, die einen Emissionserlös von 165 Millionen Euro brachten.
Die Krise führte zum Abtritt der Verantwortlichen um den langjährigen Präsidenten Gerd Niebaum und den ebenfalls seit über zehn Jahren amtierenden Manager Michael Meier. Die Nachfolge traten Reinhard Rauball als Präsident und Hans-Joachim Watzke als Geschäftsführer an.