Montag, 06. September 2010

Abschied vom "Kokser"

Unser “Fußballgott” spielte in der Zeit von 1995 bis 2002 für Borussia Dortmund. In dieser Zeit absolvierte er 206 Spiele, in denen er 14 Tore schoss. Mit dem BVB gewann Jürgen Kohler zwei Meisterschaften (1996 und 2002), gewann 1997 die Champions League und den Weltpokal. Die Borussen-Fans machten ihn mit ihrem “Titel: „Jürgen Kohler Fußballgott“ nahezu unsterblich.

Niemals geht man so ganz... - Am 12. Oktober 2002 verabschiedete sich Jürgen Kohler, unser “Fußballgott” von seinen treuen Fans.

Seine unglaubliche Leistungsbereitschaft und sein sportliches Können machten ihn zum “Fussballgott”. Wer erinnert sich nicht an das Champions-League Halbfinale 96/97 im Old Trafford, als der “Kokser” im allerletzten Moment den Ball von der Torlinie kratzte und Borussia so den Einzug ins Finale in München sicherte und damit den Grundstein zum Gewinn der Champions-League legte...

“Gott” bat sie zu sich und 35000 Fans kamen, um sich gebührend zu verabschieden.

Jürgen Kohler hatte sich neben der aktuellen Mannschaft auch ganz besondere Gäste zu seiner Party eingeladen: Man hatte fast den Eindruck, sie wären nie weg gewesen: Steffen Freund, Teddy, Knuuuut, Air Riedle, Martin Kree aber auch die grauen Eminenzen Aki Schmidt und der nach schwerer Krankheit 2003 viel zu früh verstorbene Lothar Emmerich wurden lautstark gefeiert.

Das vom “Kokser” eingeladene Dreamteam hatte ein paar Weggefährten dabei, die man nicht immer gern in unserem Tempel gesehen hat: z.B. Mario Basler, Olaf Thon und besonders natürlich Andreas “ich bleibe Borusse” Möller. Der Einladung gefolgt sind auch Oliver Reck, Klaus Augenthaler, Markus Babbel, Thomas Berthold, Oliver Bierhoff, Guido Buchwald, Dieter Eilts, Thomas Häßler, Jürgen Klinsmann, Stefan Kunz, Pierre Littbarski, Franky Mill...

Ein nicht ganz ernst zu nehmenes, dafür aber durchaus unterhaltsames Spiel endete mit 6 : 4 - nur für welche Mannschaft, das konnte abschliessend keiner so recht sagen. Jeder Treffer eines Torschützen wurde von beiden Mannschaften überschwänglich gefeiert. Ein “Abstauber”-Tor von Jürgen setzte den Schlusspunkt.

Zu den Klängen von “Time to say goodbye” verabschiedete sich der “Fußballgott” anschließend von seinen Fans, die das Westfalenstadion in ein Lichtermeer verwandelten.

Als Jürgen zu seinen Ehrenrunden aufbrach waren sich alle ganz sicher: da war heute ein ganz besonderer Zauber im Westfalenstadion!